Wie beleihen wir Münzen?

Was wir beleihen

In unserem Leihhaus können sämtliche wertvolle Münzen beliehen werden. Neben den klassischen Anlagemünzen aus Gold oder Silber gehören dazu natürlich auch historische Sammlermünzen mit Liebhaberwert. Selbst exotische Materialen wie Platin oder Palladium werden bei uns akzeptiert.

Worauf wir achten

Anlagemünzen werden als Erstes auf ihren Edelmetallgehalt geprüft, um sicherzustellen, dass die Münze nicht gefälscht ist. Wir verzichten hier auf einen altmodischen Säuretest und führen diese Untersuchung mit einem modernen Röntgenfluoreszenzspektrometer durch, um ihre Münze keiner Gefahr auszusetzen. Bei Sammlermünzen ziehen wir neben dem reinen Materialwert natürlich auch den allgemeinen Zustand der Münze in Betracht.

Während Anlagemünzen sehr konsistente Pfandwerte erzielen, müssen Sammlermünzen immer individuell betrachtet werden. Hier können wir auf unsere Expertise aus über 30 Jahren MGM Pfand und 40 Jahren Münzgalerie München zurückgreifen.

Die TOP 6 Anlagemünzen

Egal ob Anlageprofi oder Interessent, wir laden sie ein, sechs der beliebtesten Anlagemünzen kennen zu lernen. Wer weiß, vielleicht besitzen sie bereits eine oder mehrere dieser Münzen und können etwas Interessantes lernen. Oder sie planen in Gold zu investieren, aber sind von den unzähligen Möglichkeiten überwältigt.

DM Gold Münze im Pfandhaus

 

Die Goldmark

Der 01.01.2002 markierte mit der Währungsumstellung das Ende einer Ära. Die D-Mark, die zu einem Symbol des wirtschaftlichen Aufstiegs Deutschlands aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges geworden war, wurde durch den Euro ersetzt. Um dieses Historische Ereignis gebührend zu kommemorieren, sollte eine Goldmünze im Design der Mark herausgebracht werden.

Doch die Bundesbank stand mit diesem Vorhaben vor einem gewaltigen Problem: Sie hatte kein Recht diese Münze zu prägen. Erst durch ein eigens dafür erlassenes Gesetz („Gesetz über die Ausprägung einer 1-DM-Goldmünze und die Errichtung der Stiftung Geld und Währung“) konnte der Plan in die Tat umgesetzt werden.

In einer Auflage von einer Million Stück wurde die Münze in den Prägeanstalten Berlin, Karlsruhe, Stuttgart, München und Hamburg hergestellt. Angeboten wurde sie mit Etui und Zertifikat. Aufgrund der gewaltigen Nachfrage waren sie sehr schnell vergriffen. Der Verkaufserlös kam der Stiftung „Preußischer Kulturbesitz“ und somit auch der Berliner Museumsinsel zugute.

Die Vorderseite der Goldmünze zeigt den deutschen Bundesadler, darunter das Initial der Prägeanstalt. Auf der Rückseite ist eine große Eins abgebildet, umrahmt von zwei Eichenblättern. Das historisch signifikante Prägejahr 2001 ist am unteren Rand eingeprägt. Auch der Perlkreis, der bereits in der Kaiserzeit existiert hatte, ist zu sehen.

Unter Sammlern erzielen interessanterweise die 200.000 in Berlin geprägten Exemplare (erkennbar am Münzzeichen „A“) einen höheren Preis als Ausfertigungen der anderen 4 Prägestätten.

Dukat Gold Münze im Pfandhaus MGM

 

Der Dukat

Die Geburtsstätte des Dukaten ist ursprünglich Venedig. Dort wurde er 1284 zum ersten Mal geprägt. Aufgrund des intensiven Handels den Venedig betrieb, verteilte sich der Dukat über den ganzen europäischen Kontinent und auch in den Orient. Im 14. und 15. Jahrhundert hatte der Dukat den Status einer Welthandelsmünze, was sich vor Allem auf dem stabilen Feingehalt begründete. Aus dem gleichen Grund war die Goldmünze auch bei Händlern sehr beliebt.

Die meisten Dukaten, die den Weg in die Hände von Sammlern finden, sind österreichische Golddukaten von 1848 bis 1915.

Selbst heutzutage werden Dukaten in Österreich noch für Sammlerzwecke nachgeprägt. Diese modernen Münzen sind die Nachprägung der Dukaten von 1872-1914. Alle Nachprägungen haben die Jahreszahl 1915 gemein. Neben dem 1-Dukaten-Stück, wird auch ein 4-Dukaten-Stück mit entsprechendem vierfachen Gewicht geprägt.

Besonders die 4 Dukaten Münze ist für ihr Gewicht sehr groß und flach. Aufgrund des für eine ehemalige Umlaufmünze ungewöhnlich hohen Goldgehaltes von 98,6% (986/1000er Gold wird auch als „Dukatengold“ bezeichnet) muss man Acht geben, dass man die Münze nicht aus Versehen verbiegt.

Tscherwonetz Gold Münze im Pfandhaus

 

10 Rubel Tscherwonetz

Die russische 10 Rubel Tscherwonetz Goldmünze wurde erstmals 1923, nach dem Scheitern der Oktoberrevolution und der Übergangswährung Sowsnak, geprägt und dann erneut im Jahr 1925. Die Münzen dieser Jahrgänge sind aufgrund ihrer Seltenheit jedoch nur mit hohen Aufschlägen zu erwerben.

Viel geläufiger sind Nachprägungen der Sowjetunion aus den Jahren 1975 und 1982. Aufgrund ihrer Massenhaftigkeit kann man diese Nachprägungen sehr nah am Goldpreis kaufen, was sie zu guten Anlagemünzen macht. Der Großteil der Münzen wurde zur Devisenbeschaffung an ausländische Staaten exportiert.

Das Motiv zeigt einen sowjetischen Bauern auf dem Feld. Im Hintergrund kann man eine aufgehende Sonne und qualmende Schlote erkennen. Die Rückseite zeigt einen Kornkreis mit aufgehender Sonne, darüber sind Hammer und Sichel abgebildet. Der Schriftzug um den Kornkranz herum lautet übersetzt: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“.

 

Der Sovereign

Erstmals wurde diese Münze unter dem englischen König George III im Jahr 1817 in London geprägt. Sie enthält 22 Karat Feingold. Auf der Kopfseite ist der amtierende König oder die amtierende Queen abgebildet. Die Rückseite zeigt meist den Heiligen Georg auf einem Pferd im Kampf mit einem Drachen, nach einem Entwurf von Benedetto Pistrucci. Bis zum Ersten Weltkrieg waren die Sovereign Münzen ganz gewöhnliche Umlaufmünzen. Im Verlauf des Ersten Weltkriegs verschwanden die Münzen aus dem Geldumlauf und wurden durch Papiergeld ersetzt. 1953 wurde ihre Prägung wieder aufgenommen und seitdem erfreuen sie sich sehr großer Beliebtheit bei Anlegern.

Der Sovereign ist darüber hinaus das Aushängeschild der Royal Mint in Wales. Um den hohen Qualitätsstandard sicherzustellen, durchlaufen zufällig selektierte Münzen das „Trial of the Pyx“ Prüfungsverfahren. Dieses wird jedes Jahr in der Goldsmiths‘ Hall in London abgehalten. Durch diesen rigorosen Test werden die höchst möglichen Qualitätsstandards für den Sovereign gewahrt.

Klassisch werden die Sovereign Goldmünzen in den Größen 1 Pfund und ½ Pfund hergestellt.

Leopold Gold Münze im Pfandhaus

 

20 Fr. Leopold II

Die Goldfrancs mit dem Portraits Leopold I. wurden in den Jahren 1862, 1864 und 1865 durch die Königliche Münze Brüssel geprägt. Bereits Leopold I. prägte eine Goldmünze, verstarb jedoch bereits 3 Jahre nach der ersten Prägung. Für die Münze von Leopold II. verfeinerte der Chefgraveur der Königlichen Münze, Leopold Wiener, seinen ursprünglichen Entwurf. Er hatte dieses prestigeträchtige Amt bereits 1847 übernommen und fertigte in seiner aktiven Zeit rund 140 Medaillen und Münzen an.

Auf dem Avers sieht man im Unterschied zur 20-Francs-Goldmünze Leopold I kaum Unterschiede: Es zeigt ein Porträt des neuen Königs mit Blickrichtung nach rechts. Die Umschrift ist zweigeteilt und der Name Wieners ist mit seinen Initialen „LW“ umgesetzt worden. Das Revers zeigt die größten Unterschiede zur alten Goldmünze. Hier wird eine Abbildung des belgischen Staatswappen verwendet. Das Wappenzelt enthält das runde Wappen mit dem Brabanter Löwen. An der Spitze ist die Königskrone platziert.

Da die Münze über 27 Millionen Mal geprägt wurde, ist das Interesse von Sammlern prinzipiell gering, weshalb sie fast zum Goldwert gehandelt wird. Sie eignet sich daher als eine Anlagemünze und wird als solche gern gesehen.

Vrenerli Gold Münze im Pfandhaus

 

Das Goldvrenerli

Das Goldvrenerli ist die bekannteste Goldmünze aus der Schweiz. Die 10 Franken Münze wurde von 1911 bis 1922 geprägt, in einer Auflage von 2,6 Millionen Exemplaren. Ihren Namen hat die Münze von der Verniedlichungsform des traditionellen Schweizer Vornamens Verena. Das Goldvrenerli ist der Nachfolger der bis 1896 geprägten Goldmünze Helvetia.

Auf der Vorderseite ist eine nach links blickende Frauenbüste dargestellt, vor einem Berghintergrund. Das Haar ist einen geflochtenen Zopf gebunden, Edelweiss ziert das Kleid. Auf der Rückseite der 10 Franken Münze findet im oberen Bereich das Schweizer Kreuz in einem Strahlenkranz. Unter dem Nennwert sind die Zweige der Alpenrose und des Enzian abgebildet.

Als 1895 der Schweizer Bundesrat die Umgestaltung der Münze beschloss, wurde ein Wettbewerb für ein neues nationales Motiv ausgeschrieben. Der Neuenburger Künstler Fritz Ulysse Landry überzeugte, musste sein Motiv jedoch überarbeiten, da die abgebildete Frau als zu jung und schwärmerisch empfunden wurde. Sein neuer Entwurf zeigte eine reifere Frau und das Haar wurde nicht mehr offen dargestellt, sondern war zu einem Zopf gebunden. Lediglich die Stirnlocke musste noch entfernt werden, da sie laut einem Prüfer „dem Frauenzimmer ein frivoles Aussehen“ verleihe.

Von Fachleuten wurde die Münze zunächst heftig kritisiert, diese hätten die Mannen von Rütli oder Wilhelm Tell als ein würdigeres Motiv empfunden. In der breiten Bevölkerung hingegen, war die Vrenerli Goldmünze von Anfang an beliebt.

Was macht den Wert einer Münze aus?

Material

Das Material der Münze stellt selbstverständlich immer den Basiswert dar. Die Stücke können in Edelmetallen wie Gold, Silber, Platin oder Palladium gefertigt sein, aber auch aus unedlen Metallen wie Kupfer-Nickel (=Neusilber), Bronze oder anderen Metalllegierungen bestehen. Die Preise für Edelmetalle werden täglich im internationalen Handel festgelegt und unterliegen daher gewissen Schwankungen. So kann es sein, dass eine Münze oder Medaille in einigen Jahren Ihren Materialwert verdoppelt oder auch halbiert. Der Materialwert bildet aber so den Mindestpreis der Münze.

Sammler-Wert

Um den Wert einer Münze zu ermitteln, ist es erst einmal wichtig, auf die Prägung zu achten. Grundsätzlich gilt: je geringer die Auflage, desto höher der potentielle Sammler-Wert. Das Alter einer Münze spielt dagegen oft eine weniger wichtige Rolle. Sogar Münzen aus der Antike kann man für kleine Beträge erwerben. Viel wichtiger ist es, auf die Erhaltung der Münze zu achten. Auch bei hohen Auflagen kann für sehr gut erhaltene Exemplare ein Sammlerwert bestehen.

Erhaltungsgrad

Gut erhalten (g.e.)

Sehr starke Abnutzungsspuren oder
Beschädigungen (Brand usw.), so daß die Münze nur schwer bestimmbar ist.

Schön (S)

Die Münze zeigt deutliche Abnutzungserscheinungen (abgegriffen) und kann Randkerben und -dellen sowie deutliche Kratzer aufweisen. Prägungen ab etwa 1900 sind in dieser Erhaltung nur in Ausnahmefällen sammelwürdig

Sehr schön (SS)

Geringe Abnutzungsspuren sind vorhanden, sie dürfen aber das Relief nicht wesentlich beeinträchtigen. Kleinere Kratzer und Randunebenheiten dürfen erkennbar sein.

Vorzüglich (VZ)

Münzen in diesem Erhaltungsgrad müssen ein einwandfreies Relief aufweisen. Geringe Verletzungen der Oberfläche im Feld werden toleriert, weil die Münze im Umlauf war. Der Prägeglanz ist dadurch im Feld im allgemeinen nicht mehr vorhanden.

Stempelglanz (Stgl.)

Dieser Erhaltungsgrad kennzeichnet eine Münze, die nicht im Umlauf war und deshalb auch den vollen Prägeglanz aufweist. Bei der maschinellen Produktion entstandene Beschädigungen dürfen mit bloßem Auge nicht sichtbar sein.

Unzirkuliert (Unz.)

Auch: Prägefrisch (Prfr.) oder Bankfrisch (Bfr.). Hierbei handelt es sich um Münzen mit Prägeglanz, die aber herstellungsbedingte kleine Beschädigungen (Kerben, Randunebenheiten) aufweisen.

Pfandhaus MGM Leihhaus München